Vogelfutter selber machen

Von: - Planungswelten,

Wenn der Winter kommt, die Bäume kahl werden und der Boden zufriert, kuschelt man sich am liebsten aufs Sofa oder vor den Kamin. Ähnlich machen es auch viele Tiere, die sich in Winterruhe oder Winterschlaf begeben oder in den Süden fliegen – beispielsweise die Zugvögel. Unsere heimischen Vögel jedoch verharren in unseren Breitengeraden und trotzen der Kälte. Umso leichter können wir es ihnen machen, wenn wir sie in den kalten Wintermonaten füttern. Vogelfutter in Form von Meisenknödel kann in jedem Supermarkt erworben werden. Doch welche anderen Futterarten gibt es noch? Lässt sich Vogelfutter nicht selber herstellen? Doch! Sie können auch selber kreativ werden und die Vögel verwöhnen, hier erfahren Sie wie.

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Erfahren Sie hier mehr über die verschiedenen Möglichkeiten Ihren Garten zu gestalten
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Vogelfutter selber machen: Meisenkörbchen statt Meisenknödel

Wem die fertigen Meisenknödel zu einfach sind und wer mehr Wert auf Ästhetik liegt, kann die kleinen Blau- und Kohlmeisen auch mit einer eigenen Mischung beglücken.

Dazu erwärmen Sie beim Metzger erworbenes Pflanzenfett solange in einem Topf, bis es sich kneten lässt. Alternativ können Sie auch Schweineschmalz oder Rindertalg verwenden. Dann vermischen Sie den Teig mit Sonnenblumenkernen (oder Haferflocken) und Nüssen (Erd-, Wal- oder Haselnüsse) und füllen die Masse in ein kleines geflochtenes Körbchen. Wahlweise können auch kleinere Vogelfutterbehälter geschaffen werden, beispielsweise in einer Walnussschale.

Schließlich befestigen Sie das Vogelfutter mit einem Faden in Bäumen, Sträuchern oder Hecken.

Ein weiterer Tipp: Sie können überschüssiges, selbst gemachtes Vogelfutter auch im Kühlschrank aufbewahren. Dort ist es zumindest für eine Woche lang haltbar. Oder Sie frieren es ein. Bitte verwenden Sie stets einwandfreie Zutaten und keine abgelaufenen Lebensmittel. Das gilt neben den oben aufgeführten Speisen auch für Brotreste.

Selbst gemachtes Vogelfutter in der Futterglocke

Um eine Futterglocke herzustellen benötigen Sie einen Blumentopf und ein Seil. Um einen mittelgroßen Blumentopf voll Vogelfutter zu füllen, brauchen Sie etwa 100 Gramm Pflanzenfett. Genauso viel Körner sollten in den Topf gegeben werden. Die Prozedur der Zubereitung verläuft genauso wie die der Meisenkörbchen.

Bevor Sie das abgekühlte Gemisch in den Blumentopf geben, sollten Sie allerdings das Seil um das Loch des Blumentopfes binden, damit die

Futterglocke später im Baum aufgehängt werden kann. Auch sollten Sie an dem Seil ziehen, um später bei der Straffung des Seils kein Vogelfutter zu verlieren.

Hängen Sie die Futterglocke erst dann in den Baum, wenn das Vogelfutter kalt geworden ist und suchen Sie sich einen Ort aus, den die Vögel gut erreichen können.

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Selbstgemachtes Vogelfutter für Körner- , Weich- und Fischfresser

Wie es bei uns Menschen den Vegetarier oder Veganer gibt, gibt es auch unter Vögeln unterschiedliche Vorlieben. Zunächst wären da Körner- und Weichfresser. Zu Ersteren gehören zum Beispiel Spatzen. Sie fressen am liebsten Nüsse jeder Art, Sonnenblumenkerne, Mohn und andere Samen.

Bauen Sie eigenes Gemüse im Garten an? Dann können die Samen Ihrer Früchte zum Vogelfutter werden, zum Beispiel von selbst angebauten Tomaten.

Weichfresser sind beispielsweise Meisen oder Amseln. Sie sind große Fans von den bereits erwähnten Meisenknödeln und Futterglocken. Zusätzlich gibt es noch Fleisch- und Fischfresser, wie etwa Eisvögel oder Reiher. Rinderherzen, Stinte und Fischfilet können hier als Vogelfutter dienen.

Selbstverständlich in kleinen Häppchen. Auch tote Mäuse und Mehlwürmer dürfen als Vogelfutter angeboten werden. Wichtig: Fleisch und Fisch sollte den Vögeln nicht gefroren serviert werden!

Zum Vogelfutter gehört auch Trinkwasser

Was viele nicht wissen – in den Monaten mit Frost ist es für Vögel genauso schwierig Trinken zu finden. Daher ist es hilfreich zusätzlich zum selbstgemachten Vogelfutter auch eine Trinkschale aufzustellen und diese täglich neu zu füllen, da das Wasser sonst schnell gefriert.

Auch muss sie jeden Tag gereinigt werden. Am besten eignen sich Trinkschalen, die maximal zwei Zentimeter hoch sind, damit die Vögel in dem Wasser nicht untergehen. Ein großer Stein in der Trinkschale kann auch als Vogelinsel dienen.

Vogelfutter im Vogelhäuschen anbieten

Neben Meisenkörbchen und Futterglocke können Sie Vogelfutter natürlich auch auf altbewährte Weise anbieten: Im Vogelhaus.

Ob im Vorgarten oder hinter dem Haus – ein Vogelhäuschen ist immer ein wahrer Blickfang als Dekoration und dient der Vogelfütterung genauso wie hängende Futtersilos. Einfach Körner, Nüsse und Samen auslegen und sich anschließend ein gemütliches Plätzchen zum Vögel beobachten suchen – vorzugsweise im warmen Wohnzimmer mit einer Tasse heißem Tee.

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Das Vogelhäuschen regelmäßig reinigen

Besonders wichtig ist es, den Futterplatz regelmäßig zu reinigen. Die Verbreitung von Seuchen und Krankheiten unter Vögeln geschieht schneller als man denkt. Gerade bei feuchtgewordenem Vogelfutter oder Exkrementen im Vogelhaus entstehen Krankheitserreger.

Chemische Desinfektionsmittel zur Bekämpfung dieser sollten dennoch sparsam verwendet werden, da Überbleibsel davon den Tieren schaden und zu Vergiftungen führen können.

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