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Frühlingsideen: Genussmenschen nutzen den Herbst

Von: - Planungswelten,

Wahre Genießer wissen, wie sich dieser auch stillen lässt: Gleich nach dem Winter mit viel Farbe im eigenen Garten. Vorausgesetzt, man macht alles richtig. Das bedeutet: Ran an die Zwiebeln! Die jetzt in den Herbst monaten erhältlichen frühblühenden Blumenzwiebeln sind genau die richtigen Zutaten für den gelungenen Auftakt eines fröhlichen Gartenjahres.

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Natürlich: holde Blässe

Ruhige Eleganz, maritime Impressionen, Villa Kunterbunt oder feurig-rotes Flammenspiel: Der (Vor-)Frühlingsgarten gibt dem Ästheten einen Raum für kreative Experimente. Weiße Blüten zum Beispiel wirken stilvoll und rein, sie sind erholsam für das Auge und treten gerade an bewölkten Tagen und in der Dämmerung licht hervor, also dann, wenn sich kräftigere Farben dünne machen und verblassen. Den Auftakt in anmutigem Weiß macht im Januar, spätestens Februar, das Schneeglöckchen (Galanthus). Im Februar/März zeigt der Schneestolz (Chionodoxa luciliae `Alba`) seine länglichen, nach außen gebogenen Blütenblätter. Auch das Windröschen (Anemone blanda `White Splendour`) öffnet im März seine hellen Sternenaugen, begleitet von den hängenden Glockenblütchen der Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum).

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Dem Himmelblau nah

Durch Krokusse, Blausternchen (Scilla) und Zwiebeliris (Iris reticulata) gelangen ab Februar auch unterschiedliche Nuancen von Zart- bis Dunkelblau in den Garten. Eine weitere Blaublütige ist die anspruchslose, dauerblühende und kobaltblaue Traubenhyazinthe (Muscari), die im April ganze Gartenflächen färbt. Blaue Zwiebelblumen muten besänftigend an. Sie bilden einen klaren, erfrischenden Kontrast zu Immergrünen und bringen ihre Nachbarblüten zum Leuchten.

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Mit Sonnenkraft voraus!

Gelb ist die leichteste aller Frühlingsfarben. Eine lustvolle Komposition aus zartem Hellgelb und leuchtendem Sonnengelb, vermischt mit etwas erfrischendem Zitronengelb und einer Prise wärmendem Vanillegelb – das macht einfach gute Laune! Die größte Vielfalt an Gelbtönen gibt es bei Narzissen und Tulpen. Doch auch der Winterling (Eranthis) verbreitet mit seinen von grünen Blätterkragen umrahmten Kugelblüten heitere Fröhlichkeit – und das schon ab Februar. Zu den ersten gelben Tulpen gehören Tulipa `Candela`, T. `Golden Apeldoorn` und T. `Cream Perfection`. Auch die Narzissen sind schon früh dabei, denn manche Sorten öffnen schon im März ihre Blüten.

Kein bisschen leise!

Vor allem die Tulpen und auch einige Hyazinthen stehen schon früh im Jahr für eine besonders kraftvolle Farbe im Garten: Feuriges Rot, voller Energie und Leidenschaft. Etwas seltener sind orangefarbene Farbtupfer im Frühling. Wer die richtigen Tulpenzwiebeln und Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) pflanzt, muss aber auf diese anregende Farbe keineswegs verzichten. Andere Frühlingsboten erfreuen in geheimnisvollem Violett oder romantischem Rosa, wie der lila-purpurne Zierlauch (Allium aflatunense) und der rosa bis lilafarbene Spanische Blaustern (Hyacinthoides hispanica `Queen of the Pinks`) im Mai.

Tipps

Ein Garten mit zartgetönten Blüten zwischen Cremeweiß, Gelb und Orange verströmt Ruhe und Eleganz. Weiß mit Blau kombiniert wirkt erfrischend und erinnert ans Meer. Zudem sind blaue Blüten doppelt schön, wenn sie von Silbergrau, Hell- und Gelbgrün begleitet werden.

Sonniges Gelb wird durch das dunkle, warme Graubraun noch unbelaubter Gehölze verstärkt, leuchtet aber auch in unmittelbarer Nähe von tief violetten Blüten. Zusammen mit Rot und Orange sorgt Gelb schon im Frühling für sommerliche Intensität. Rote und weiße sowie rosa und blau blühende Zwiebelblumen passen ebenfalls gut zusammen.

Eine extravagante Kombination ergibt sich aus orangefarbenen Tulpen und dem roten Schlitz-Ahorn (Acer palmatum `Dissectum Atropurpureum`). Ebenfalls sehr schön: Blaue Traubenhyazinthen, die dichtgepflanzt an verschiedenfarbigen Tulpen und Kaiserkronen wie ein Fluss vorbei ziehen und ein blaues Frühlingsband weben.

Manche Zwiebelblumen bilden ganz für sich allein ein Farbmuster. Hierzu gehören zum Beispiel lila-weiß gestreifte Krokusse oder die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) mit ihren purpur und rosa gescheckten Blütenglöckchen.

Unabhängig davon, auf welche Blumenzwiebeln die Wahl fällt, gilt folgende Regel: Die zumeist eher filigranen Frühlingsblumen wirken am besten, wenn man sie in Gruppen pflanzt!

Quelle: IZB