© Rockwool

Fassadendämmung – warmer Mantel fürs eigene Heim

Von: - Planungswelten,

Gerade in Zeiten mit anhaltend steigenden Energiepreisen gewinnt die Wärmedämmung des eigenen Heims zunehmend an Bedeutung. Mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade kann erheblich Energie eingespart werden und darüber hinaus ist diese auch mit Eigenleistung gut umzusetzen. Erkundigen Sie sich dennoch im Vorfeld bei einem Fachmann, ob diese Art der Fassadendämmung in Ihrem konkreten Falle auch problemlos möglich und sinnvoll ist.

Hier finden Sie weitere Tipps zum Thema Haus

Auf einen Blick:

  • Eine Fassadendämmung, die hinter einer vorgehängten hinterlüfteten Fassadenliegt, spart Energie und lässt viel Freiraum bei der Gestaltung der Außenfassade.
  • Die einzelnen Arbeitsschritte sind leicht verständlich und lassen Raum für Eigenleistung. Eine vorherige fachmännische Beratung über die richtige Isolierungsart und deren Ausführung ist dennoch sehr empfehlenswert.
  • Die Hinterlüftung ist einer der wesentlichen Bestandteile dieser Fassadendämmung. Achten Sie daher besonders Nachhaltig auf eine fachgerechte Ausführung.

Fassadendämmung – erstklassige Materialien bieten viele Möglichkeiten

Eine vorgehängte hinterlüftete Fassadendämmung bietet viele Vorteile. Sie ist in einfachen Arbeitsschritten und mit gesundem Menschenverstand gut anzubringen und bietet darüber hinaus viele Möglichkeiten in der persönlichen Gestaltung der späteren Außenhaut des Hauses.

Fast alle Dämmplatten sind aufgrund Ihrer Materialbeschaffenheit nicht nur witterungsbeständig und schallisolierend, sondern halten zudem den höchsten Anforderungen im Bereich des Brandschutzes stand.

Je nach Anbieter der Fassadendämmung liegen die Schwerpunkte auf Glas- oder Mineralwolle. Viele Hersteller versehen zudem die Dämmmatten mit einem Fließ, der zusätzlich vor indirekten Witterungseinflüssen, vor allem aber vor Wind schützen soll.

© Rockwool

Klare Richtlinien, einfache Verarbeitung

Die Verarbeitung und damit der Umgang mit den Dämmmatten ist denkbar einfach und eine vergleichsweise körperlich leichte Arbeit. Die Matten werden – wie man es beim Zuschneiden der Zwischensparrendämmung im Dachausbau kennt – mit einem hierfür geeigneten Messer angepasst.

Danach klemmt man die Dämmung in die vorbereitete Balkenunterkonstruktion. Auch wenn sie hier bereits augenscheinlich gut und stramm sitzt, ist es Vorschrift, die Matten später noch mit speziellen Tellerdübeln zu fixieren.

Normvorgabe für diese Art der Fassadendämmung ist hier fünf Dübel pro Quadratmeter. Auch in diesem Fall ist die Verarbeitung relativ einfach, denn die Dübel werden nach dem Vorbohren nur noch mit dem Hammer in die Wand geschlagen.

Wichtig ist, darauf zu achten, dass die Isolierung dabei nicht gequetscht wird (Matratzenbildung), da dies zu unnötigen Wärmebrücken und zu einer fehlerhaften Fassadendämmung führen kann.

© Rockwool

Dämmmatten für Außenwände – vielseitig anwendbar

Wer auf die Balkenunterkonstruktion verzichten möchte, kann auch auf eine Metallvariante ähnlicher Bauweise zurückgreifen. Zahlreiche Hersteller bieten solche passgenauen Unterbauten an.

Darüber hinaus lassen sich einige Dämmplatten auch problemlos mit der Wand verkleben. Hier müssen allerdings die Halterungen für die spätere Fassadenverkleidung bereits vor dem Verkleben angebracht sein und die Dämmmatten vor dem Aufbringen des Klebers mit einem entsprechenden Passschlitz versehen werden.

© Rockwool

Luft als wichtigste Zutat bei der Fassadendämmung

Der wesentliche Baustein bei der vorgehängten hinterlüfteten Fassade ist die eigentliche Hinterlüftung. Der Abstand zwischen Dämmmatte und Fassadenrückwand muss mindestens zwei Zentimeter betragen (gern auch größer), da die Hinterlüftung sonst nicht voll ihre Wirkung entfalten kann. Ist dieser Abstand groß genug, kann beispielsweise Wasserdampf, der sich im Gebäude gebildet hat und über Wand und Isolierung nach außen dringt, durch die Frischluftzufuhr hinter der Fassade nach oben abtransportiert werden und verdunsten.

Ebenso verhält es sich mit von außen eindringendem Regenwasser. Ein weiterer Vorteil des vorhandenen Hinterlüftungsspalts ist die Abführung von Warmluft in den Sommermonaten. So erfüllt die Fassadendämmung im gesamten Jahr ihre Aufgabe und hält das Gebäude im Winter länger warm und im Sommer angenehm kühl.