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Checkliste für die erste eigene Wohnung

Von: - Planungswelten,

Die erste eigene Wohnung einrichten: es gibt kaum einen Jugendtraum, der sich schneller erfüllt als dieser. Haben wir nicht alle in unserer Teenagerzeit darüber nachgedacht, wie es wäre, endlich alleine zu leben und auf eigenen Beinen zu stehen? Doch diese romantischen Träume hin oder her – ganz so einfach war die Umsetzung in die Realität dann doch nicht, oder?

Aber wie heißt es so schön? Aus Fehlern lernt man und Erfahrungen sind da, um gemacht zu werden. Und eben auch, um diese gegebenenfalls an folgende Erstwohnungsbezieher weiter zu geben. Und so kam es, dass wir uns überlegt haben, einen kleinen Ratgeber inklusive Checkliste zum Ausdrucken, für alle die zu erstellen, die ganz kurz vor dem großen Schritt stehen, bald in ihre ganz eigene Wohnung zu ziehen. Raus aus dem Hotel Mama, rein ins wahre Leben mit Stromkostenabrechnungen, Warm- und Kaltmieten und einem leeren Kühlschrank, der erst einmal gefüllt werden will. Logisch, denken sich viele jetzt bestimmt.

Trotzdem gibt es einige Punkte, an die man auf den ersten oder den zweiten Blick vielleicht auch gar nicht denkt. Aber nun gut, fangen wir einfach mal der Reihe nach an.

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Die Wohnungsbesichtigung – Oder: setze deine Ziele realistisch

Es ist ganz logisch dass man sofort an die absolute Traumwohung denkt, wenn man darüber grübelt, die erste eigene Wohnung einzurichten. Doch leider kommt man immer wieder schnell auf den harten Boden der Tatsachen zurück, wenn man sich intensiver damit beschäftigt, welche Wohnung man für welches Budget erhält. Deshalb darf der Punkt „Finanzen“ auf unserer Checkliste auf keinen Fall fehlen.

Denn es gilt hier also tatsächlich die Devise: kleinstapeln ist angesagt. Je weniger Erwartungen man in seine zukünftige Wohnung projiziert, umso positiver kann man dann im Endeffekt überrascht werden.

Bei der Wohnungsbesichtigung ist es außerdem ratsam, immer noch jemanden dabei zu haben, der schon mal die ein oder andere Erfahrung mit einer neuen Wohnung gemacht hat. Oft versuchen Vermieter, gerade bei jungen Leuten die Wohnung wesentlich besser zu reden, als sie eigentlich ist.

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Der Mietvertrag – gut gelesen ist schon fast unterschrieben

Wenn es dann endlich soweit ist und man seine neue, die erste Wohnung gefunden hat, heißt es: Mietvertrag unterschreiben.
Hier gilt: lieber einmal mehr drüber lesen, als einmal zu wenig. Auch wenn man sich mit dem zukünftigen Vermieter in den Vorgesprächen blendend verstanden hat und man sich sicher ist, dass in dem Mietvertrag sowieso nur das steht, was man bereits besprochen hat, sollte man den neuen Mietvertrag ordentlich studieren und sich nicht scheuen, bei Unklarheiten auch mal zu fragen.

Sie wollten eigentlich bald ein Haustier bekommen und hatten dies auch schon mündlich abgeklärt? Jetzt steht in dem Mietvertrag aber plötzlich, dass keine Haustiere erlaubt sind. Auch wenn Ihr Vermieter für Sie eine Ausnahme macht, bitten Sie ihn doch, diese auch schriftlich im Vertrag festzuhalten. So sind Sie nachher immer auf der sicheren Seite.

Auch solche Dinge wie das Einhalten der Nachtruhe und die Hausordnung sind im Mietvertrag zu finden. Wichtig ist auch, in Erfahrung zu bringen, wie man die Wohnung nach dem Auszug verlassen soll. Übernimmt der Nachmieter das Streichen oder liegt es an einem selbst, dass die Wände weiß übergeben werden? Möchte man wirklich auf Nummer sicher gehen, ist es ratsam, sich beim Mieterschutzbund anzumelden. Für einen geringen Jahresbetrag erhält man hier juristische Unterstützung bei Konflikten mit dem Vermieter.

Gut zu wissen: Seit dem 1. November 2015 müssen Vermieter ihren Mietern wieder eine Vermieterbescheinigung aushändigen. Das bedeutet, dass der Vermieter den Mietern innerhalb von zwei Wochen deren Ein- beziehungsweise Auszug in schriftlicher Form bestätigen muss. Innerhalb dieser zwei Wochen muss der neue Mieter sich beim Einwohnermeldeamt an- oder ummelden. Diese sehr bürokratische Handlung erfordert Mehrarbeit auf beiden Seiten, soll aber eventuellen Scheinanmeldungen vorbeugen. Befolgt man die vorgegebene Frist übrigens nicht, drohen hohe Geldstrafen.

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Die Einrichtung – Die neue Wohnung besteht nicht nur aus schöner Deko

Wenn es daran geht, sich die erste eigene Wohnung einzurichten, gehen viele junge Menschen sehr blauäugig an die Sache heran. Dank unserer Checkliste behält hier jeder einen kühlen Kopf.

Dass man sich mit neuen Möbeln eindecken muss, sofern man nicht schon etwas aus dem Elternhaus mitnehmen kann, ist klar. An Dinge wie Matratze, Handtücher oder neues Bettzeug denken allerdings die Wenigsten und so sind es gerade diese unkalkulierten Posten, die nachher ein besonders großes Loch in jeden Geldbeutel schlagen. Aber mit ein bisschen Planung im Voraus sind auch diese „unangenehmen“ Einkäufe gut zu bewerkstelligen. Außerdem werten schöne Handtücher ein Badezimmer doch immer direkt ein wenig auf, oder?

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Lästig, aber nötig: ummelden und co.

Ganz wichtig für die Checkliste:
Nicht alles, was mit der ersten eigenen Wohnung zu tun hat macht automatisch Spaß und ist ein ganz besonders tolles Erlebnis. Bevor man die neue Wohnung bezieht sollte man unbedingt genau abgeklärt haben, ob Strom, Wasser und Gas in den Nebenkosten enthalten sind, oder ob man sich selber erkundigen muss, für welchen Anbieter man sich letztendlich entscheidet. Sollte man selber dafür verantwortlich sein, dass das der Ofen funktioniert und dass man morgens unter der Dusche nicht frieren muss ist es ratsam, einige Zeit im Voraus Vergleichsangebote von unterschiedlichen Anbietern einzuholen. So kann man sich ganz entspannt für den günstigsten entscheiden und muss nicht auf den letzten Drücker irgendeinen Vertrag abschließen.
Sobald man endlich in den ganz eigenen vier Wänden angekommen ist heißt es: ummelden! Und das bei allen Ämtern, die für einen in Frage kommen. Auf jeden Fall aber beim Einwohnermeldeamt. Eine Stelle, die beim Ummelden gerne mal „vergessen“ wird ist der Beitragsservice des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Auch wenn es vielen wehtut, ist es wirklich wichtig, sich rechtzeitig dort anzumelden, ansonsten können unschöne Strafgebühren im neuen Briefkasten landen.

Unsere Checkliste hilft, den Überblick zu behalten

Was muss man vor und während dem Umzug beachten? An welche Kleinigkeiten sollte man unbedingt denken? Unsere Checkliste verrät es. Und das Beste: für den richtigen Durchblick haben wir noch eine Druckversion der Liste dazu gepackt.

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Vor dem Umzug

  • Finanzplan aufstellen – kann man sich die Traumwohnung und deren Einrichtung überhaupt leisten?
  • Strom- und Gaspreise vergleichen.
  • Umzugshelfer organisieren.
  • Das Kinderzimmer sinnvoll ausmisten. (Altlasten haben bei einem Start in einen neuen Lebensabschnitt schließlich nichts verloren)
  • Telefon- und DSL- Anschluss beantragen.
  • Versicherungen, wie Hausrat- oder Haftpflichtversicherung abschließen.
  • Bei der Schlüsselübergabe mit dem neuen Vermieter müssen alle Makel, die einem an der Wohnung auffallen schriftlich, und am besten auch mit Beweisfoto festgehalten werden. So können einem bei einem späteren Auszug keine Vorwürfe gemacht werden.
  • Einen Grundstock an Lebensmitteln und Haushaltshelfern anlegen: Brot, Nudeln, Reis, Brühe, Wasser, Küchen- und Badezimmerreiniger, Bodenreiniger, Glasreiniger, Küchenrolle, Lappen, Staubsauger, Staubtuch, Besen und Kehrschaufel.
  • Falls nötig: Sonderparkgenehmigung anfordern, damit der Umzugswagen auch direkt vor dem Haus stehen darf, während man fleißig am Ausräumen ist. Am besten erkundigt man sich immer bei der zuständigen Stadtverwaltung, wo die Genehmigung beantragt werden soll. Achtung! Hier können weitere Kosten entstehen! Außerdem ist es sinnvoll, in Erfahrung zu bringen, ob man zukünftig einen Anwohnerparkausweis benötigt.
  • Am Tag des Umzuges sollten alle Kartons gepackt und sinnvoll beschriftet sein. Das spart Zeit und Ärger.

Während des Umzuges:

  • Immer einen kühlen Kopf behalten und die Umzugshelfer mit Verstand anweisen.
  • Für genügend Getränke und Verpflegung sorgen. So ein Umzug strengt schließlich an!
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In der Küche:

  • Gehören ein Tisch und ein paar Stühle zur Grundausstattung.
  • Wasser- und Kaffeekocher, Toaster, Geschirr und Besteck lassen einen schon die ersten Köstlichkeiten zu sich nehmen.
  • Mülleimer und die passenden Beutel sollten am Umzugstag mit als erstes in die neue Wohnung gebracht werden.
  • Für eine saubere Küche sind Spülmittel, Schwamm, Geschirrtuch und Reinigungsmittel unabdingbar.
  • Eine solide Grundausstattung an Kochbesteck, Töpfen und Pfannen findet man zum Beispiel bei IKEA schon für ein kleines Budget.

Im Badezimmer:

  • Toilettenpapier, Seife und Handtücher sind hier besonders wichtig.
  • Eine Duschmatte und ein Spiegelschrank machen das Badezimmer schon richtig komfortabel.
  • Duschgel, Shampoo, Zahnbürste und Zahnpasta, Fön, Bürste und Tagescreme sind kosmetische Basics, für die vor dem Umzug gesorgt werden sollte.
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Im Schlafzimmer:

  • Sollte man daran denken, für frische Bettwäsche zu sorgen und das dazu passende Bettzeug haben, das man mit dieser beziehen kann.
  • Ausreichend Kleiderbügel schaffen sofort Ordnung im Schrank.
  • Bei der Matratze sollte man nicht sparen und sich vor deren Kauf gut beraten lassen.
  • Blickdichte Rollos oder Vorhänge schaffen Privatsphäre und schützen vor neugierigen Blicken der Nachbarn.
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Das Wohnzimmer:

  • Ist zum Entspannen da. Doch gerade in der ersten eigenen Wohnung wird hier auch oft der Arbeitsplatz für die Uni oder die Schule integriert. Deshalb sollte man hier besonders penibel auf Ordnung achten.
  • Ein Sofa oder ein gemütlicher Sessel sind die ersten Möbelstücke, die in das neue Wohnzimmer gehören. Schließlich ist es wichtig, sich einen kleinen Ort der Entspannung zu schaffen, der immer wieder Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt.
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Allgemein:

  • Sind es besonders die Kleinigkeiten, die man schnell vergisst, bevor man die erste eigene Wohnung einrichtet. Deshalb ist es sinnvoll, wenn diese als erstes organisiert werden.
  • Waschmittel
  • Wäscheklammern
  • Fußmatte
  • Staubsaugerbeutel
  • Verlängerungskabel
  • Werkzeugkasten
  • Verbandskasten
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Und das Beste zum Schluss: Die Einweihungsparty

Und wenn der Umzug in die erste eigene Wohnung dann endlich vollbracht ist, jedes Möbelstück an seinem Platz steht und man die ersten Nächte alleine gut über die Runden gebracht hat, heißt es schon ganz bald, eine Einweihungsparty zu schmeißen. Tolle Rezepte für eine Einweihungsparty gibt es zum Beispiel
hier

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