Unkraut vernichten: Tipps gegen Wildpflanzen und Wildkraut

Von: - Planungswelten,

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und Sie liegen mit ausgestreckten Beinen im Liegestuhl auf Ihrer Terrasse und genießen das herrliche Sommerwetter. Der Akapanthus blüht in diversen Blumenkübeln und streitet sich mit dem Lavendel um den schöneren Blauton. Schmetterlinge fliegen umher und ein angenehmer Duft liegt in der Luft. Doch da – Oh weh! Sie trauen Ihren Augen nicht? Zwischen Tulpen und Narzissen wächst etwas, was dort ganz und gar nicht hingehört. Unkraut! Wie kann das sein, wo Sie gestern noch alles freigehackt haben?
Unkraut gedeiht schnell, gut und ist vor allem eins: lästig. Jeder Gärtner – sei es Beruf oder Hobby – findet keine Ruhe mehr, sobald der Blick auf das Unkraut fällt. Es gibt nur eine Möglichkeit diese unbeliebten Pflanzen loszuwerden: Das Unkraut muss vernichtet werden.

Mehr Tipps und Tricks zum Thema Gartenpflege

Mit kochendem Wasser das Unkraut vernichten

Eine Möglichkeit das Unkraut zu vernichten ist, kochendes Wasser darüber zu schütten. Dann lässt man das Unkraut trocknen und entfernt es später. Das heiße Wasser zerstört die penetranten, aber dennoch empfindlichen Organismen.

Das Gute an dieser Methode ist, dass das Unkraut effektiv vernichtet wird ohne Boden und Beete mit giftigen Stoffen vieler herkömmlicher Unkrautvernichter anzugreifen.

K.Gaudian - ein verwildertes Staudenbeet
© K.Gaudian - ein verwildertes Staudenbeet
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Auf Gartenwege, Terrassen und Balkon frühzeitig Unkraut vernichten

Mit Gartengeräten wie Hacke und Sichel oder aber mit einem gewöhnlichen Messer lässt sich Unkraut prima aus Ritzen, Spalten und Rillen entfernen. Zur Not lässt es sich auch durch Abflammen entfernen. Durch regelmäßiges Kehren mit einem hartborstigen Besen kann Unkraut auch präventiv vernichtet werden.

Viele Unkräuter vermehren sich so wie die meisten Pflanzen durch Samenweitergabe. Wem Jäten, d.h. das vollständige Vernichten des Unkrauts zu zeitintensiv ist, der sollte immerhin die Blütenköpfe des Unkrauts abschneiden. Dann kann sich erst gar kein neues Unkraut bilden.

Durch Unkrautvlies, Folie oder Papier vorbeugen

Wenn Sie das nächste Mal ein Beet anlegen, benutzen Sie Unkrautvlies. Dieses hemmt Wachstum und hilft, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten.

Auch dunkle Folie, die auf das noch neue Beet ausgelegt wird, kann Wunder wirken. Die Lichtzufuhr wird unterbunden und Unkrautwachstum wird gehemmt.

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Altbewährte Unkrautvernichter: Hacke und Spaten

Das Beet umzugraben hat viele positive Auswirkungen. Unkrautsamen und Unkrautwurzeln verschwinden im aufgelockerten und gelüfteten Boden. Zusätzlich wird Regenwasser besser aufgenommen.

Auch hilfreich ist der Pfahlwurzelstecher. Mit ihm rüttelt man die Erde neben und um das Unkraut auf und kann so Pflanze samt Wurzel einwandfrei entfernen.

Bodendecker, Mulch oder Stroh zum Unkrautvernichten

Wer es im Rücken oder sonst keine Lust auf das ewige Jäten und Hacken hat, kann Bodendecker in die Beete pflanzen. Storchschnabel oder Immergrün bedecken das Beet dann bald wie ein Teppich und lassen Unkraut jeder Art keine Chance.

Auch Stroh oder Mulch wirkt hemmend. Einfach eine Schicht auf das Beet geben und dem Unkrautwachstum wird Einhalt geboten.

Manch passionierter Gärtner schwört darauf, dass sich Unkraut am besten bei Neumond vernichten lässt. Das Wachstum sei zu diesem Zeitpunkt gehemmt. Sonnenstrahlen regen dieses ansonsten sehr schnell an – daher empfiehlt es sich, Unkraut bei dichter Bewölkung zu vernichten.

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Unkraut im Überblick

Beim Vernichten von Disteln müssen unbedingt Handschuhe getragen werden, andernfalls werden Sie von den feinen Stacheln gestochen. Auch vor Brennnesseln sollte man sich in Acht nehmen, obwohl dieses Unkraut auch als Heilpflanze gilt.

Giersch vermehrt sich durch seine Samen und durch die Wurzelausläufer ebenso wie der kriechende Hahnenfuß. Löwenzahnsamen verstreuen sich rasant durch die Pusteblume. Gegen Moos hilft der Vertikutierer am besten. Die Vogelmiere ist Unkraut und Bodendecker in einem und deswegen mit besonderer Vorsicht zu genießen. Aus den Wurzeln der Quecke entstehen immer wieder neue Pflanzen.

Es gibt aber auch optisch schönes Unkraut. Die Ackerwinde windet sich an anderen Pflanzen empor. Trotzdem ist sie durch ihre lila Blüten recht hübsch anzusehen. Das Hirtentäschel ist ebenso ein Blickfang. Seinen Namen hat es von den taschenähnlichen Schoten. Auch Weißklee und Schachtelhalm sind optisch ein Hingucker.

Unkraut ist nicht gleich Unkraut

Viele Unkräuter haben auch positive Eigenschaften. Nicht nur frohe Farbtupfer im Beet, sondern auch Heilwirkung verspricht so manches Unkraut.

Teeaufgüsse oder Umschläge lindern Beschwerden und Schmerzen. Brennnesseln helfen beispielsweise gegen Rheuma, Magen- und Darmprobleme. Ist Heilkraut von Unkraut zu unterscheiden, so bietet es sich an, ihm einen eigenen Platz zuzuordnen.

Eine Folie kann um den ausgewählten Fleck Erde gegraben werden – so breitet sich das Unkraut nicht aus. Es gibt also verschiedenste Alternativen und Wege das Unkraut zu vernichten.

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