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Blumen gießen: Morgenstund‘ hat Gold im Mund!

Von: - Planungswelten,

Hobbygärtner und Balkonbesitzer mit grünem Daumen wollen für ihre Pflanzenpracht natürlich nur das Beste. Im Hochsommer stellt sich da natürlich insbesondere die Frage, wie und wann richtig gegossen wird, um die Pflanzen effektiv mit Wasser zu versorgen, in ihrem Wachstum zu unterstützen und eine herrliche Blütenpracht zu fördern.
Ob man es nun glaubt oder nicht: Beim Gießen gibt es einige Kniffe zu beachten! Aus diesem Grund, haben wir uns für Sie einmal schlau gemacht was richtiges Gießen bedeutet.

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Die Uhrzeit macht’s:

Am sinnvollsten ist es Ihre Pflanzen morgens zu gießen. Am besten zwischen 6 bis 7 Uhr, weil es dann im Sommer noch erfrischend kühl ist. So verdunstet das Wasser nicht direkt, sondern die Pflanzen haben genügend Zeit es aufzunehmen und sind so für einen warmen, sonnigen Tag bestens gewappnet. Abends gießen ist auch eine Option, allerdings nicht ganz so gut geeignet, weil die Pflanzen dann gerade Tagsüber eine längere Durststrecke in Sachen Wasserversorgung zu bewältigen haben und daher weniger gut gegen Sonne und Hitze gewappnet sind. Sie sollten aber in jedem Fall vermeiden in der Mittagshitze zu gießen, weil das Wasser erstens aufgrund einer schnellen Verdunstung weniger gut aufgenommen werden kann und zweitens verbrennen die Pflanzenblätter schnell, wenn sie von Wassertropfen benetzt werden. Das liegt daran, dass sich das Sonnenlicht in den Tropfen bricht, was die Intensität erhöht und die Blätter in der Folge versengt.

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Die richtigen Blumentöpfe für Balkonien:

Besonders schick sehen Terrakotta-Töpfe auf der Terrasse oder dem Balkon aus. Diese haben eine angenehm warme Farbe, sind optisch nicht aufdringlich und wirken dadurch dezent und edel. Zudem bringen sie ein gutes Eigengewicht mit, was verhindert, dass die Pflanze bei Wind direkt umgeweht wird. Preislich gesehen sind Terrakotte-Töpfe allerdings nicht die erste Wahl, denn sie werden von Kunststoff-Kübeln überboten. Diese sind wesentlich günstiger und inzwischen in diversen Farben – beispielsweise grün, schwarz, grau, dunkel- und hellbraun – erhältlich. Aufgrund ihres leichten Gewichts sind die Kunststoff Blumentöpfe wesentlich handlicher als die Terrakotta Vorbilder, allerdings auch weniger standfest in Windböen und etwas weniger elegant. Ansonsten gibt es allerdings keinen wirklichen Unterschied zwischen diesen beiden Topfarten, denn beide sind für die Pflanzen gleich gut geeignet.Eines ist aber allen Blumenkübel gemeinsam und ganz wichtig: Achten Sie darauf, dass die Töpfe am Boden Ablauflöcher haben, damit überschüssiges Wasser ungehindert entweichen kann und keine Staunässe entsteht. Um dieses Prinzip zu unterstützen, ist es außerdem förderlich das Topfgefäß beispielsweise auf Vierkanthölzer oder kleine Steine aufzubocken. Ganz toll und verhältnismäßig kostspielig sind Blumenkästen mit integriertem Wasserspeicher. Diese sind aus Plastik gefertigt und regeln die Abgabe des Wassers an die Erde. Mit dieser Methode gießen Sie daher am effektivsten und am praktischsten und nur noch jeden dritten Tag anstelle jeden Tages im Sommer.

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Wasser marsch!

Sind erst einmal alle Vorbereitungen getroffen, die Blumen ordentlich mit Blumenerde in ihren Töpfen versenkt, dann geht’s ans Gießen. Wie oben beschrieben gießen Sie am besten morgens, sollte das nicht klappen, dann alternativ am Abend. Und wie viel Wasser brauchen die Pflanzen? Eine Frage, deren Antwort natürlich niemals ganz genau gegeben werde kann. Vor allem im Sommer, sollten sie mit der Menge an Wasser beim Blumen gießen allerdings nicht allzu sparsam umgehen. Gießen Sie Blumenkästen und –töpfe so lange bis überschüssiges Wasser aus den dafür vorgesehenen Ablauflöchern dringt. Außerdem sollten Sie langsam gießen, sodass die Erde das Wasser gut aufnehmen kann und die Wurzeln der jeweiligen Pflanze optimal und lange mit Wasser versorgt werden. Wichtig ist außerdem, dass der Wasserstrahl aus der Gießkanne oder dem Gartenschlauch weich ist, denn andernfalls wird die Erde weggeschwemmt und die Wurzeln freigelegt. Ein sanftes Blumengießen ist für die Pflanzen also wesentlich angenehmer! Nutzen Sie hierfür entsprechende Aufsätze für die Gießkanne oder den Gartenschlauch. Wassermangel bei Ihren Pflanzen können Sie daran erkennen, ob die Blätter und Triebe derselben leicht eingerollt sind oder schon schlapp herabhängen. Dann sollte es ganz fix „Wasser marsch!“ heißen.
Am liebsten mögen Pflanzen abgestandenes Wasser oder Regenwasser. Leitungswasser ist natürlich auch in Ordnung, sollte aber weder zu kalt noch zu warm sein. Wichtig ist, dass der pH-Wert des Wassers auf den der Pflanze abgestimmt ist. Viele Pflanzen mögen einen dezent sauren pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5, Leitungswasser ist jedoch leicht alkalisch und sorgt dafür, dass dieser Wert sich unter Umständen nach und nach erhöht. Sie können das an einer plötzlichen gelben Färbung der Pflanzenblätter erkennen. Geben Sie, um dieser Wirkung vorzubeugen, hin und wieder einen Schuss Essig mit ins Gießwasser – damit Ihre Garten- und Balkonpflanzen gesund bleiben.

Worauf Sie achten müssen - alles auf einen Blick:

  • Gießen Sie Ihre Blumen morgens, am besten zwischen 6-7 Uhr.
  • Gießen Sie nach Möglichkeit langsam und mit einem sanften Wasserstrahl.
  • Achten Sie darauf, dass jeder Blumentopf mit Ablauflöchern versehen ist.
  • Gießen sie mit Regenwasser, mit abgestandenem Wasser oder mit lauwarmen Leitungswasser.
  • Hin und wieder ein Schuss Essig ins Gießwasser beugt einem zu hohen pH-Wert des Wassers für die Pflanzen vor.