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Ein Haus umbauen und Platz schaffen

Von: - Planungswelten,

Knapp über 40 Quadratmeter braucht der Deutsche heute, um sich richtig wohl zu fühlen. In den 50er Jahren kam man auch mit deutlich weniger Platz klar. Daher waren auch die entsprechenden Domizile kleiner oder von weitaus mehr Menschen bewohnt. Ein Umbau kann aus einem alten und beengt wirkenden Haus – das früher Heim einer Großfamilie war – heute einen weitläufigen Wohnraum für ein Paar oder die Kleinfamilie machen.

Gerade weil Grundstücke in guten Lagen zunehmend knapp werden, rücken Altbauten immer mehr in den Blickpunkt von Bauherren. Mit einem gut geplanten Umbau kann man nämlich trotz der alten Bausubstanz viel Wohnqualität schaffen.

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Auf einen Blick:

  • Der Umbau eines Hauses muss gut geplant werden und kann Fachexpertise erforderlich machen. Gerade beim Errechnen der zu erwarteten Kosten sollten Sie sich einen finanziellen Puffer zurechtlegen.
  • Suchen Sie nach guten Möglichkeiten, mehr Platz zu schaffen. Der Ausbau von Dachböden und Kellern oder ein kleiner Anbau steigert den Wert Ihrer Immobilie nachhaltig.
  • Bringen Sie Ihre Bestandsimmobilie auch technisch auf den neusten Stand. Neue Heizung und Fenster und die seit Mai 2014 erforderliche Dachisolierung sollten selbstverständlich sein.
  • Überdenken und betrachten Sie Ihr Haus neu! Welche Wände müssen wirklich sein und wo kann ich eventuell darauf verzichten um mehr Weite in den Wohnraum zu bringen? Versuchen Sie Ihr Haus mit neuen Augen zu sehen.
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Erste Fakten sammeln

Auch bei einem Umbau geht man zunächst vor wie bei einem Neubau. Wieviel Platz kann ich mir schaffen und leisten? Wie kostenintensiv dürfen die Materialien sein und soll eventuell sogar ein kleiner Anbau Teil des Projektes werden?

Eine solide Finanzierung aufzustellen gehört daher zu den ersten Aufgaben. Ist dies bewerkstelligt, kann die Arbeit schon beginnen. Geübte Heimwerker können grundsätzlich viel selbst einbringen und damit echtes Geld sparen. Sie sollten sich aber auf Dauer nicht überfordern.

Der Umbau eines Hauses gleicht vermutlich eher einem Marathon als einem Sprint. Für eine erste Bewertung ist die Meinung und Einschätzung eines Fachmannes sicher stets hilfreich. Vielleicht hat er gute Ideen, unterstützt mit seinem technische Know-how und zeigt, mit welchen Mitteln und Wegen die Bestandsimmobile weiter optimiert werden kann.

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Nach Möglichkeiten suchen, Platz zu schaffen

Mehr Platz ist sicherlich der größte Luxus, der nach Abschluss eines Umbaus herausspringen kann. Mehr Weite und Raum findet immer einen Abnehmer. Sei es bei einem späteren Wiederverkauf oder auch einfach zur persönlichen Entfaltung.

Hat man mehr Quadratmeter, findet man auch einen Weg, diese für sich zu nutzen. Gerade unter diesem Gesichtspunkt sollte man besonderes Augenmerk auf das Dachgeschoß legen. Hier gibt es meist viel ungenutzten Platz, der zu einem echten Highlight werden kann. Die alten Balken beispielsweise verleihen dem Raum schnell ein einzigartiges Flair und schaffen Gemütlichkeit und Wärme.

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Technisch aufrüsten, neue Räume schaffen, Energie sparen

Wer sich für das Großprojekt eines Hausumbaus entscheidet, sollte keinesfalls vergessen auch technisch alles auf den neusten Stand zu bringen.

Eine neue Heizung, neue Fenster und die Dachisolierung sind bei einem solchen Vorhaben unumgänglich. Besonders deshalb, weil energetische Sanierungen auch von der KfW mit speziellen Programmen gefördert werden. Zudem besteht Einsparpotential beim Energieverbrauch des Hauses und damit auch im eigenen Geldbeutel.

Handelt es sich beim Objekt dazu noch um eine vermietete Immobilie, macht sich dies auch kräftig bei der Einkommenssteuererklärung bemerkbar. Wohnt man im Objekt bereits einige Jahre, ist es wichtig, einen neuen Blick für die Möglichkeiten der Bestandsimmobilie zu bekommen. Müssen Wände wirklich an dieser oder jener Stelle sein? Erstellen Sie sich erstmal Ihren Wunschplan und tun Sie so, als würden Sie ein neues Haus in vorgegebenen Außenmaßen planen. Der Statiker Ihres Vertrauens wird vermutlich mehr Möglichkeiten aufzeigen, als Sie es sich träumen lassen. Und wer möchte das nicht? Ein Traumhaus mit Geschichte.