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Raufaser entfernen

Von: - Planungswelten,

Raufasertapeten sind der absolute Klassiker, wenn es um die Gestaltung unserer Wände geht. Wie ein Fels in der Brandung halten Sie in Mietwohnungen jahrelang wechselnden Mietern und Farben stand. Sie werden von Weiß zu Rot, zu Grün und wieder zu weiß. Aber irgendwann ist auch für die beste und standhafteste Raufaser einmal die Zeit gekommen und sie muss Neuem weichen.

Und hier sind wir an dem weniger angenehmen Punkt: macht streichen doch noch Spaß, weil man schnell das zu erwartende Ergebnis begutachten kann, wird das Entfernen von Raufaser häufig zu einer unangenehmen, zeitraubenden und nervigen Beschäftigung. Deshalb haben wir für Sie mal ein paar einfach umsetzbare Tipps zusammengefasst, wie man Raufaser ganz entspannt entfernen kann.

Hier gibt es weitere tolle Tipps für Ihre Wandgestaltung
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Vor dem Start: Utensilien checken!

Wer seine Raufasertapete eigenmächtig entfernen möchte, sollte vorher gründlich checken, ob auch alle benötigten Utensilien vorhanden sind. Es gibt schließlich nichts Ärgerlicheres, als einen Plan, der scheitert, weil ein oder zwei Dinge fehlen. In unserer Checkliste finden Sie alles, was Sie zum Entfernen von Raufasertapete benötigen:

  • Eine Plane, die groß genug ist, damit Sie diese auf dem gesamten Boden auslegen können
  • Einen Eimer
  • Spülmittel
  • Einen großen Schwamm oder einen breiten Malerpinsel
  • Einen Spachtel
  • Ein Cuttermesser oder eine Nagelwalze
  • Gegebenenfalls ein Dampfreinigungsgerät (kann man sich häufig in Baumärkten ausleihen)

Sie sehen, viel benötigt man nicht, um Raufaser zu entfernen.

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Schritt 1: Boden abdecken

Bevor es endlich ans Entfernen Ihrer Raufaser geht, ist es wichtig, dass Ihr Boden vollkommen abgedeckt ist. Da Sie im Folgenden viel mit Wasser arbeiten und anfallende Tapetenreste, welche mit Tapetenkleister gemischt sind, sowieso keine wirklich saubere Angelegenheit sind, ersparen Sie sich mit dem Abdecken Ihres Bodens im Nachhinein eine anstrengende Reinigung.

Schritt 2: Tapete einweichen

Nun geht es endlich los! Füllen Sie einen Eimer mit lauwarmen Wasser und Spülmittel und befeuchten Sie damit Ihre alte Tapete. Am besten klappt dies mit einem großen Schwamm oder einem breiten Malerpinsel.

Hierbei gilt es, ein paar Dinge zu beachten: weichen Sie Ihre Tapetenbahnen immer Stück für Stück ein. Eine einmal aufgeweichte Raufasertapete sollte nicht noch ein zweites Mal aufgeweicht werden. Lassen Sie die Flüssigkeit etwa 15- 20 Minuten einziehen, bevor Sie mit dem Entfernen beginnen.

Bei gestrichener Raufaser ist es sinnvoll, die Raufasertapete vor dem Einweichen mit einer Nagelwalze oder einem Cuttermesser aufzurauen oder zu durchlöchern. So dringt das Wasser auch bis zur untersten Tapetenschicht durch und löst diese ab.

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Schritt 3: Tapete entfernen

Nachdem die Tapete gut durchgeweicht ist, können Sie mit dem Abziehen beginnen. Fangen Sie dafür am besten an einer Ecke der Raufaserbahn an und lockern Sie diese mit dem Spachtel auf. Gehen Sie so Schritt für Schritt vor, bis Sie die Tapete in einem Stück mit den Händen abreißen können.

Besonders einfach geht es, wenn Sie den Spachtel ganz flach an der Wand entlang schieben. So vermeiden Sie, dass Sie eventuell zu viel Kraft auf die Tapete aufwenden und diese so in zu kleine Fetzen reißen.

Sollten am Ende noch kleinere Tapetenfetzen übrig sein, können Sie diese noch einmal aufweichen und mit dem Spachtel entfernen.

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Die Alternative zu Wasser und Spülmittel: ein Dampfreinigungsgerät

Wenn Ihnen das Einweichen von Hand zu lästig sein sollte, können Sie auch einen Dampfreiniger verwenden. Hören Sie sich einfach mal in dem Baumarkt Ihres Vertrauens um. Häufig werden diese Gerätschaften dort verliehen, sodass man sich entsprechend hohe Anschaffungskosten ganz einfach sparen kann.

Fahren Sie mit dem Gerät langsam über Ihre Raufasertapete und üben Sie leichten Druck aus. Der heiße Dampf weicht das Material auf und befeuchtet es. Danach können Sie, wie eben gelesen, beginnen mit dem Spachtel die Raufaser zu entfernen.

Auch hier gilt: gestrichene Tapete lässt sich besser entfernen, wenn Sie mit einer Nagelwalze oder einem Cuttermesser bearbeitet wurde.

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Wichtig: Sicherheit im Auge behalten

Bei offenen Wänden in der Renovierungsphase liegen oftmals Steckdosen oder Wandöffnungen mit Stromkabeln frei. Hier ist besondere Vorsicht geboten! Stellen Sie deshalb vorher unbedingt den Strom ab, sodass keinerlei gesundheitliches Risiko besteht und decken Sie zusätzlich die Kabel mit einer Schutzfolie ab.

So steht dem Entfernen Ihrer Raufaser nichts mehr im Wege. Wir wünschen Ihnen jetzt schon viel Spaß mit Ihrer neuen Wandgestaltung.

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