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Blumenerde schimmelt – Was tun?

Von: - Planungswelten,

Geht es Ihnen nicht auch so? Pflanzen in der Wohnung lassen das gesamte Zuhause erblühen und sorgen für pures Wohlbefinden. Doch leider zerstört kaum etwas diese Wohlfühl-Atmosphäre so schnell wie schimmelnde Blumenerde. Trotz liebevoller Pflanzenpflege bildet sich ein weißer Flaum auf der Blumenerde und gefährdet nicht nur das Wohlergehen Ihrer Pflanzen, sondern auch Ihre eigene Gesundheit – daher ist schnelle Hilfe gefragt.

Wir haben uns auf Spurensuche begeben: Warum Blumenerde überhaupt schimmelt, was man dagegen tun kann und – noch wichtiger – wie man dem gefährlichen weißen Flaum vorbeugen kann, haben wir für Sie zusammengefasst.

 

Warum schimmelt Blumenerde?

Die Entstehung der ungewollten weißen Pracht auf der Pflanzenerde kann verschiedenartige Ursachen haben:

So begünstigt etwa eine feuchte Umgebung die Schimmelbildung maßgeblich. Blumenerde, die über einen längeren Zeitraum nass ist, stellt daher einen optimalen Nährboden für Schimmelsporen dar. Eine Ursache für die enorme Nässe der Blumenerde kann kann beispielsweise übermäßiges Gießen sein.

Ist die Blumenerde zu fest, wir die Erde nur unzureichend belüftet, wodurch auch bei moderater Wasserzufuhr Staunässe entstehen kann. Zum anderen kann auch die Qualität der Blumenerde eine Rolle bei der Schimmelbildung spielen. Aus diesem Grund sollte beim Kauf von Blumenerde auf kontrollierte Qualität geachtet werden.

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Was kann ich gegen Schimmel auf der Blumenerde tun?

Grundsätzlich gilt: Da auch der Schimmel auf der Blumenerde alles andere als gesund ist, die Sporen sich schnell in der Raumluft der gesamten Wohnung verteilen und Atemwegserkrankungen begünstigen können, was insbesondere für Asthmatiker und Allergiker ein nicht zu unterschätzendes Risiko darstellt, sollte er auf jeden Fall so schnell wie möglich und ganz besonders gründlich entfernt werden! Nur so verhindern Sie, dass sich der Schimmel in der Luft und damit Ihrem Körper oder auch Ihren Wänden und Möbeln festsetzen kann.

Für die betroffene Pflanze bedeutet dies: Auch wenn Zimmerpflanzen am besten im Frühjahr umgetopft werden sollten, muss die befallene Pflanze umgehend gründlich gereinigt und umgetopft werden.

Auf einen Blick:

  • Verwenden Sie dazu einen sauberen Pflanztopf sowie frische und saubere Pflanzenerde. Falls Sie keinen neuen Blumentopf zur Hand haben, ist eine besonders gründliche Reinigung Ihres vorhandenen Topfes notwendig.
  • Entfernen Sie nicht nur die Erde im Topf, befreien Sie auch den Pflanzenballen so gut es geht von der mit Schimmel befallenen Erde. Auch wenn man häufig den Schimmel in der Erde noch nicht sieht, haben sich die Sporen in der Regel bereits in der gesamten Erde ausgebreitet. Bei robusten Pflanzenarten, können Sie den Wurzelballen auch vorsichtig mit einer leichten Seifenlauge abspülen.
  • Zur Reinigung des Topfes solten Sie einen rein natürlichen Essigreiniger und im besten Fall eine grobe Bürste verwenden. Spülen Sie den Blumentopf im Anschluss gründlich mit kochend heißem Wasser aus.
  • Bei Pflanzen, die keine feste Zeit für eine Beschneidung der Wurzeln haben, können Sie aus der Not eine Tugend machen: Schneiden Sie die äußeren Wurzeln etwas zurück und verbessern Sie dadurch den Pflanzenwachstum.
  • Staunässe in den neu bepflanzten Töpfen verhindern Sie mit Hilfe einer Drainage. Decken Sie das Ablaufloch im Boden des Pflanztopfes mit einer Tonscherbe ab und geben Sie eine Schicht Kies oder groben Sand darauf.
  • Geben Sie jetzt frische Blumenerde zum Schutz um den Wurzelballen und pflanzen Sie Ihre Blumen zurück in den gereinigten oder neuen Topf. Füllen Sie die restliche neue und frische Blumenerde ein und gießen Sie erst wieder, wenn die Erde komplett trocken ist.
  • Die Blumenerde sollte stets locker bleiben, damit Wasser und Luft leicht zirkulieren können. Lockern Sie die Erde für eine gute Belüftung ruhig auch zwischendrin immer wieder ein wenig auf.

 

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Wie kann ich Schimmel auf der Blumenerde vorbeugen?

Grundsätzlich gilt: Mäßig gießen und auch wirklich erst dann, wenn die Blumenerde völlig trocken ist.

In vielen Fällen hilft es auch,die Pflanzen nicht wie meist üblich von oben, sondern gezielt von unten zu bewässern. Wichtig dafür sind Blumentöpfe mit Abflussloch und einer passenden Unterschale. Gießen Sie das Wasser nicht mehr von oben auf die Blumen, sondern geben Sie es stattdessen direkt in die Unterschale. Die Pflanzen ziehen sich so nur genau die Menge Wasser aus dem Untertopf, die sie wirklich benötigen. Wasser, das nach einer guten halben Stunde noch in der Unterschale steht, kann einfach abgegossen werden.

Generell sollte eine Kombination aus einer hochwertigen und gut belüfteten Pflanzenerde mit kontrollierter Bewässerung dazu führen, dass Sie Blumenpracht wieder richtig genießen können!

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