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Ein schöner Garten entsteht nicht über Nacht

Von: - Planungswelten,

Wenn der Bauschutt, das Gerüst und die Spuren der Baumaschinen beseitigt sind, das Eigenheim bezogen und eingerichtet ist, fehlen jedoch oft das nötige Geld und auch der Elan, aus der Baustelle hinter dem Haus ein blühendes Gartenreich zu machen. Kein Problem!

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Den Traumgarten Schritt für Schritt anlegen

Es ist sowieso besser, den Traumgarten Schritt für Schritt anzulegen, statt sich planlos mit einer mehr oder weniger zufälligen Mischung aus Pflanzen zu versorgen und diese ebenso zufällig im Garten zu pflanzen, nur damit es nicht so kahl aussieht. Denn dann kommt es, wie es kommen muss: Im Laufe der Jahre zeigt sich, dass die Pflanzenwahl nicht gelungen war und vieles wieder verpflanzt werden muss, weil es am falschen Standort steht und nicht gedeiht. Letztlich bereitet ein solcher Garten mehr Frust als Lust! Darum empfehlen Experten wie Landschaftsgärtner vor allem zwei Dinge: einen Plan und Geduld. Denn ein traumhaft schöner Garten entsteht nun einmal nicht über Nacht. „Wer seinem Garten keine Zeit gibt, heranzuwachsen, nimmt ihm jede Chance auf Atmosphäre“, stellt der Landschaftsgärtner Henrik M. fest. „Mehr und mehr Gartenbesitzer erkennen, dass ihr Garten nie ganz fertig wird – und genau darin liegt der einmalige Reiz von Gärten. Manche Bäume zum Beispiel brauchen Jahre bis sie zum ersten Mal blühen! Wichtig ist jedoch, dass der Garten so angelegt ist, dass sich ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Die Feinheiten lassen sich später immer wieder verändern, aber das Grundgerüst sollte schon von Anfang an feststehen“, rät der Experte.

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Gute Planung ist das A und O

Ganz praktisch sieht das so aus: Zunächst werden der Boden und das Lokalklima bewertet, um die Möglichkeiten und Grenzen des Standortes gut zu kennen. Dann sollten sich Gartenbesitzer darüber klar werden, welche Ansprüche sie an ihren Garten stellen bzw. welcher Garten wohl zu ihnen passt. Wird eine bestimmte Blütenfarbe bevorzugt oder soll gar eine bestimmte Gartenatmosphäre entstehen, z. B. ein Heidegarten? Soll eine Terrasse gebaut werden? Wo sollen größere Sträucher hin und wo ein Baum? Wird viel Wert auf Duft gelegt? Soll es vielleicht auch einmal einen Teich geben? Über mehrere Jahre – Schritt für Schritt, das schont auch die Finanzen – können dann die einzelnen Gartenbereiche in Angriff genommen werden. Dennoch: Bei einer geschickten Planung sieht auch der „unfertige“ Garten von Anfang an gut aus. „Die erste Entscheidung betrifft den Rahmen“, erklärt Henrik M., „das heißt zum Beispiel eine Einfassung des Gartengrundstücks mit schnellwüchsigen Sträuchern, die schon nach kurzer Zeit einen Sichtschutz bieten. Am einfachsten ist es, den Garten in verschiedene Räume einzuteilen, die sich nach und nach ausgestalten lassen. Um das Grundstück zu gliedern, empfiehlt es sich, einzelne Sträucher zu setzen, die außerdem die Bereiche abschirmen, die noch nicht fertig sind. Möglichst zu Beginn sollten auch die Rasenfläche und ein Wegenetz eingeplant werden. Erst dann kommt die Wahl der übrigen Pflanzen“, so der Fachmann. Frischgebackene Häuslebauer brauchen auch im ersten Sommer nicht auf eine Terrasse zu verzichten – selbst wenn die erträumten Natursteinplatten noch die finanziellen Möglichkeiten sprengen. Eine schnelle und preiswerte Alternative ist Splittbelag – dieser kann später vom Landschaftsgärtner immer noch gegen ein schmuckes Pflaster ausgetauscht werden. Auch ein individuell mit dem Landschaftsgärtner abgestimmtes Konzept der Hausgartenfinanzierung bietet die Möglichkeit, eine Terrasse nach Wunsch zu gestalten.

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Wer einen Garten anlegt, muss vorausschauend arbeiten

Gartenjahr gleich im Januar mit dem leuchtenden Gelb von Winterjasmin und dem zarten Weiß der Schneeforsythie und endet im Dezember mit dem Duft und den rosafarbenen Blüten des Winter-Schneeballs und der weißen Christrose. Dazwischen gibt es die Frühlingsvielfalt aus blühenden Magnolien, knalligen Tulpen und leuchtenden Narzissen und den prächtigen Sommergarten mit blühenden Stauden und Sträuchern im Überfluss, wie Glockenblumen, Margeriten, Clematis, Hortensien und Flieder. Bei der Pflanzenwahl und Pflanzplanung hilft der Landschaftsgärtner, der genau abschätzen kann, wie sich der Garten im Laufe der Zeit entwickelt. „Der häufigste Fehler ist, dass Pflanzen zu nah beieinander stehen, weil die späteren Ausmaße falsch eingeschätzt werden“, weiß Henrik M. „Wer einen Garten anlegt, muss vorausschauend arbeiten. Auch darf der Pflegeaufwand nicht unterschätzt werden. Wir bieten darum Gartenideen mit verschieden hohem Pflegegrad und übernehmen die Pflege auf Wunsch auch selbst.“ – Und Denjenigen, die über kein Gartengrundstück verfügen, aber trotzdem vom grünen Paradies träumen, bringen die Fachleute den Garten sogar auf das Haus: mit einer professionell gestalteten Dachbegrünung – für den ganz privaten Ausflug ins Grüne, hoch über den Dächern der Stadt.

Quelle: BGL