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Wie Sie Ihre Orchideen richtig pflegen

Von: - Planungswelten,

Orchideen – exotische Blumen-Schönheiten, die wie kaum eine andere Pflanze zarte Eleganz ausstrahlen. Sie wachsen auf allen Kontinenten – von der Antarktis abgesehen -, die größte Artenvielfalt ist allerdings in den Tropen und Subtropen zu finden. Allein in Europa gibt es schon rund 250 verschiedene Orchideen-Arten. Nicht verwunderlich also, dass wir diese Pflanze so gerne in unserem Wohnzimmer sehen, schließlich bringen sie einen Hauch von exotischem Urlaubsfeeling ins eigene Zuhause. Lesen Sie weiter im Text, um herauszufinden, wie Sie Ihre Orchideen optimal pflegen und sich so besonders lange die Freude an den Blüten-Prinzessinnen sichern.

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Ein Plätzchen auf der Fensterbank

Die Orchidee wird auch oft als die Königin der Blumen bezeichnet. Sie liebt ein helles Plätzchen, direkt am Fenster, denn hier bekommt sie besonders viel Licht.

Wichtig ist, dass keine direkte Sonneneinstrahlung stattfindet, denn dann ist es schnell passiert, dass die Blätter oder Blüten der Pflanze hinter der Glasscheibe verbrennen. Besonders im Sommer besteht diese Gefahr, allerdings sollte man die Kraft der Sonne, welche durch Fensterglasscheiben noch intensiviert wird auch in den anderen Jahreszeiten niemals unterschätzen.

Im Winter gilt es auch einige Kleinigkeiten zu beachten: Wenn die Heizung ihr bestes gibt, die Wohnung wohlig warm zu halten, sollte dafür gesorgt sein, dass die Orchideen nicht direkt in der Heizungszugluft stehen, da diese einerseits zu trocken und andererseits zu warm für die Pflanze ist.

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Auf einen Blick:

  • Die Orchidee sollte an einem hellen Standort stehen und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein.
  • Das Orchideensubstrat sollte alle 3 Jahre erneuert werden, hierfür ist ein Umtopfen erforderlich.
  • Niemals zuviel Gießen – 1 – 2x pro Woche reicht aus!
  • Düngen Sie die Pflanze maximal 1x pro Monat mit speziellem Orchideendünger.

 

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Orchideen wachsen auf Bäumen?

Mit herkömmlicher Blumenerde können Orchideen nichts anfangen, sie brauchen Rindenstückchen, um optimal zu wachsen. Dabei handelt es sich um eine Art Rindenmulch, genannt Orchideensubstrat, was im besten Fall aus Pinienrindenstückchen besteht. Dieses Orchideensubstrat empfindet am ehesten die natürlichen Lebensbedingungen von Orchideen nach, die zumeist auf anderen Pflanzen, vor allem Bäumen oder auf Felsen und Steinen und hin und wieder auf der Erde wachsen.

Die Wurzeln der Pflanze befinden sich daher meist nicht komplett unter der Erde, sondern liegen zum Teil frei, weshalb im Zusammenhang mit Orchideen auch oftmals von sogenannten Luftwurzeln die Rede ist. Diese lugen in der Regel aus dem Topf herauslugen und sollten auch nicht wieder hinein gestopft werden. Sie dienen der Wasser- und Nährstoffaufnahme – beides wird aus der Luft bzw. aus dem Regenwasser gefiltert.

Die Königin der Blumen ist im natürlichen Raum praktische eine komplette Selbstversorgerin und keineswegs eine Art Schmarotzer-Pflanze, was aufgrund der Tatsache, dass sie oftmals auf anderen Pflanzen wächst, eigentlich zu vermuten wäre.

Orchideen umtopfen

Nach etwa drei Jahren empfiehlt es sich die Orchideen umzutopfen, weil das Substrat zu diesem Zeitpunkt zersetzt worden ist. Tunken Sie die Blume hierfür zunächst einige Zeit in lauwarmes Wasser, so werden die Wurzelstränge etwas aufgeweicht und elastischer.

Dann wird der Topf vorsichtig abgezogen und die Wurzeln durch leichtes Schütteln oder durch Abbrausen mit Wasser von den Rindenresten befreit. Eventuell werden Sie einen größeren Topf benötigen, wenn die Pflanze sehr gewachsen sein sollte – ansonsten können Sie auch den gewohnten Topf weiter verwenden. Vergessen Sie allerdings nicht ihn zumindest kurz zu reinigen, bevor Sie frisches Orchideensubstrat bodenbedeckend hinein füllen.

Setzen Sie nun die Pflanze darauf, durch leichtes Drehen erreichen Sie, dass sich die Wurzeln wieder gut in den Topf bzw. an die Rindenstückchen anpassen. Jetzt können die restlichen Lufträume im Topf ausgiebig mit Orchideen-Substrat aufgefüllt werden.

Das Umtopfen ist für die Orchidee sehr stressig und sollte deshalb vor oder nach einer Blütezeit vorgenommen werden. Wenn Sie Ihre Orchidee während der Blütezeit oder in der Knospenphase umtopfen, riskieren Sie, dass die Knospen oder Blüten abfallen. Auf ein Gießen sollte nach dem Umtopfen 2 Wochen verzichtet werden. Alternativ können Sie die Pflanze oberflächlich mit Wasser besprühen.

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Gießen und Düngen - die richtige Pflege

Orchideen sind optimal für Menschen geeignet, die das regelmäßige Gießen des Öfteren mal verschusseln. Am besten Sie tunken Ihre Orchidee maximal einmal pro Woche in lauwarmes Wasser und lassen ihr etwas Zeit sich ordentlich vollzusaugen.

Anschließend ist es wichtig die Pflanze gut abtropfen zu lassen, bevor sie zurück in den Übertopf gesetzt wird, damit keine Staunässe entsteht. Zuviel Wasser und Staunässe sind für Orchideen tödlich. Schnell beginnen dann die Wurzeln an zu faulen und die gesamte Pflanze geht ein. Es ist also überhaupt nicht schlimm, wenn das Orchideensubstrat zwischendurch komplett trocknet.

Im Sommer können Sie auch ruhig zweimal pro Woche gießen. Das Schöne ist aber, das zu wenig Wasser von der Pflanze durchaus verziehen wird – es ist also kein Problem zwei Wochen in den Urlaub zu fahren, denn die Orchideen kommen für diese Zeit auch mal ohne Wasser aus.

Was das Düngen angeht, können Sie sich übrigens ebenfalls entspannen: Organisieren Sie sich einen speziellen Orchideen-Dünger, der nicht nur im Fachhandel, sondern auch im Baumarkt und manchen Drogerien erhältlich ist und düngen Sie die Blume maximal einmal im Monat. Verfahren Sie nach dem Motto: weniger ist mehr.

Zugegeben: Die Orchideen-Pflege ist nun wirklich kein Hexenwerk, oder? Und wenn Sie diese Punkte beachten, werden Sie mit einer herrlichen Orchideen-Blütenpracht belohnt!

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